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Dir ist das Balance Boarden mit Rolle zu langweilig?

Aber so richtig Surf-Feeling kommt bei dir nicht auf?

Dann solltest du dir Balance Boarden mit Ball anschauen!

Mit einem Ball unterm Balance Board ist das Halten der Balance nochmal deutlich anspruchsvoller und das Feeling kommt viel mehr ans Wellenreiten heran, als bei den Korkrollen, die nur nach links und rechts rollen können.

Also: Was macht das Balance Boarden mit Ball aus? Was solltest du beachten?

Und welcher ist der beste Balance Board Ball?

Was ist ein Balance Board Ball?

Ein Balance Board Ball ist ein kleiner Gummiball, der statt der (Kork-)Rolle unter das Balance Board gelegt wird.

Während eine Rolle sich nur nach links und rechts bewegen kann, erfordert der Balance Board Ball Korrekturen nach vorne, hinten, links und rechts sowie alle Richtungen dazwischen.

Ein Balance Board Ball ist uns zuerst beim Test des Costaboard Black Zebra begegnet. Im Lieferumfang unser Bestellung war (als nette Dreingabe) auch der NLG Sphere (der Balance Board Ball von Costaboard) enthalten.

Doch was sind jetzt die Unterschiede zwischen einem Balance Board mit Ball und einem mit Rolle?

Unterschiede: Balance Board mit Ball oder mit Rolle

  1. Bewegungen in alle Richtungen: Der Unterschied, dass aus einer 2D-Bewegung (links oder rechts) eine 3D-Bewegung (vorne/hinten, links oder rechts) wird, ist enorm. Beim Testen merkst du sofort, dass viel mehr Muskeln angesprochen werden, als beim normalen Balance Boarden.
  2. Halten der Balance wesentlich schwerer: Weil du beim Balance Boarden auf einem Ball auf mehr Arten von Bewegungen vorbereitet sein musst, ist auch das Halten der Balance deutlich schwieriger. Auf hartem Holzboden (ein anspruchsvoller Untergrund für Balance Boards) lag nach ca. einer halben Stunde probieren unser Rekord nur bei etwa 10 Sekunden. Auch ist das Boarden so wesentlich anstrengender.
  3. Ball ist nicht zu sehen: Im Gegensatz zur Rolle, die bei den meisten Boards (abhängig von der Breite) seitlich heraussteht, ist der Balance Board Ball nie zu sehen. Das macht die Bewegung des Boards auf dem Ball extrem schwer vorhersehbar. Auch dadurch wird das Halten der Balance auf einem Gummiball deutlich schwerer und ist anstrengender als bei einer Rolle, wo nach gewissem Training gefühlt jede Bewegung der Rolle automatisch von den Muskeln erahnt wird. Viele Boarder stürzen sich dann auf Übungen und Tricks, aber ein Balance Board Ball kann die Schwierigkeit genauso erhöhen.

Tipps fürs Balance Boarden mit Ball

  • Unterlegmatte verwenden: Wir empfehlen, beim Balance Boarden mit Ball unbedingt eine Balance Board Unterlegmatte zu verwenden. Die etwas weichen Matten schonen das Board, schützen den Boden und dich vor Verletzungen, aber auch das Fahren auf den Unterlegmatten ist wesentlich einfacher als auf harten Böden (wie z.B. Fliesen, Holzböden oder Asphalt). Beim normalen Boden sinkt die Korkrolle und hier eben der Gummiball leicht ein, was die Rollgeschwindigkeit verlangsamt. Konkret bedeutete das in unserem Test, dass wir schon schnell auf 30 Sekunden und mehr auf dem Balance Board mit Ball kamen.
  • Mittig aufsteigen: Lege den Ball so hin und richte das Board entsprechend aus, sodass du wirklich mittig aufsteigen kannst. Da du den Ball beim Fahren nicht siehst, sind Korrekturen gar nicht so leicht. Wenn der Ball zu Beginn in der Mitte ist, ist das Halten der Balance einfacher.
  • In die Knie gehen: Auch beim klassischen Boarden mit Rolle solltest du in die Knie gehen. Mit einer gewissen Übung ist das nicht mehr unbedingt notwendig, aber beim Boarden auf einem Ball musst du definitiv (tief) in die Knie gehen. Das ist notwendig, um die vielen (recht plötzlichen) Bewegungen in alle denkbaren Richtungen, also 360 Grad, ausgleichen zu können. Wir finden das auch cool, da so das Fahren deutlich näher ans richtige Surf-Feeling herankommt.

Der beste Balance Board Ball

Der unserer Recherche nach erste Balance Board Ball ist der NLG Sphere von Costaboard.

Der schwarze Ball aus Naturgummi hat einen Durchmesser von 6 Zentimeter und einen unserer Meinung nach guten Grad an Festigkeit.

Kaufen kannst du genau diesen Ball allerdings nicht mehr: die NLG Sphere steht nicht mehr im Shop von Costaboard, die Boards schon. Das ist kein Beinbruch, denn ein Balance Board Ball ist ein einfaches Teil. Es kommt nur auf zwei Dinge an.

Wichtig sind 1. die Größe und 2. die Festigkeit. Stimmen die beiden, tut es jeder andere Ball genauso.

Ein zu großer Ball erschwert den Aufstieg deutlich. Besonders ohne Hilfsmittel ist es nicht leicht, auf einen recht großen Balance Board Ball überhaupt raufzukommen.

Auch rollst du bei einem großen Ball schneller (und weiter) weg und die Sturzgefahr ist etwas höher.

Die Festigkeit ist ebenfalls entscheidend, denn

  • ein zu weicher Ball wird zu stark eingedrückt und rollt kaum noch.
  • ein zu harter Ball rollt zu stark zur Seite, was das Halten der Balance extrem schwer macht.

Unsere Empfehlung: Vollgummiball mit 6 Zentimetern

Trixie Vollgummiball 6 cm

Bester Balance Board Ball
Nach diesen beiden Kriterien landest du bei einem schlichten Vollgummiball mit 6 Zentimetern Durchmesser, wie er als Hundespielzeug verkauft wird. Massiver Gummi ohne Luftfüllung, also dieselbe Bauart und dieselbe Größe wie der NLG Sphere, nur für unter vier Euro. Genau so einer liegt bei uns unter dem Board.

Rolle und Ball zusammen: F2 Kork Multi Roll Set

F2 Kork Multi Roll Set

Rolle und Ball im Set
Wer beides haben will, bekommt hier Korkrollen und Ball in einem Set. Kork gibt etwas mehr nach als Gummi und rollt dadurch ruhiger, was den Umstieg von der Rolle auf den Ball leichter macht.

Wir finden, dass der Balance Board Ball von Costaboard (oder andere ähnliche Bälle) eine echt coole Sache sind. Es ist wirklich erstaunlich, dass so ein kleines Teil derart viel Spaß bringen kann.

Geeignet ist ein Balance Board Ball für Fortgeschrittene und auch solche Leute, die das Balance Board (aus mangelnder Herausforderung) schon wieder in die Ecke gestellt haben.

Auf den ersten Blick sieht ein solcher kleiner Ball nach nicht viel aus, aber unserer Meinung nach, gehören Balance Board Bälle zum coolsten Balance Board Zubehör!

Für geübte Boarder, andere Gleichgewichtskünstler oder auch Wellenreiter sind diese Bälle eine tolle Sache!

Wer es noch schwieriger haben mag, sollte sich aber auch Balance Boards mit Kugel anschauen.

Alternative: Balance Boards mit Kugel

Balance Boards mit Kugel sind nochmal eine Stufe schwerer zu fahren als Balance Boards mit Ball.

Eine besonders kreative Lösung hat sich Bredder einfallen lassen.

Bredder Orbit hieß das Balance Board Set aus einem Board, einem Holzring mit Aufstiegshilfe und einer Holzkugel mit 10 Zentimeter Durchmesser.

Bredder gibt es inzwischen nicht mehr, der Shop ist abgeschaltet. Wir beschreiben das Orbit hier trotzdem weiter, weil es zeigt, worauf es bei einem Board mit Kugel ankommt. Was du heute dafür kaufen kannst, steht unten.

Das Halten der Balance auf der Kugel ist nochmal deutlich schwieriger. Auf hartem Boden hatten wir keine Chance.

Mit der Größe der Kugel ist der Aufstieg recht schwierig (auch, weil das Board einfach wegrutscht).

Hier hat sich Bredder etwas Kreatives überlegt. Der Holzrahmen hat eine Aussparung für das Board, sodass der Holzring eine sehr praktische Hilfe für den Aufstieg ist.

Auch das harte Material der Holzkugel macht das Boarden darauf nochmal etwas schwieriger als z.B. bei dem Balance Board Gummiball von Costaboard.

Für ambitionierte Boarder, die nach dem kleinen Upgrade in Form eines Balance Board Balls noch einen Schritt weiter wollen, ist ein Set mit Kugel die richtige Wahl. Diese beiden kommen dem Orbit am nächsten und sind lieferbar.

Kugel nachrüsten: JUCKER HAWAII Kork Halbkugel

JUCKER HAWAII Kork Halbkugel

Fürs vorhandene Board
Die Halbkugel aus Kork misst 30 mal 10 Zentimeter und kommt mit einem Korkball dazu. Sie kippt in alle Richtungen wie eine Kugel, rollt dir aber nicht davon, weil die flache Seite auf dem Boden bleibt. Der einfachste Weg, ein Board, das du schon hast, in diese Richtung zu erweitern.

Komplettes Set: Board mit Rolle, Halbkugel und Ball

Board, Rolle, Halbkugel und Ball in einem Paket. Damit deckst du alle drei Schwierigkeitsstufen ab, ohne dir das Zubehör einzeln zusammenzusuchen, und kannst der Reihe nach hocharbeiten.

Max ist begeisterter Stand Up Paddler und betreibt den SUP Blog stand-up-paddling.org. Auf der Suche nach ähnlichen Sportarten für den Winter ist er auf Balance Boards gestoßen. Bei BalanceWaves ist er als Editor tätig.

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