Gibbon ist der bekannteste Name im Slackline-Sport. Mit dem Giboard hat die Marke ihr Kernprodukt in die Wohnung geholt, und zwar auf eine Art, die es sonst nirgends gibt.
Statt auf einer Rolle steht das Brett auf einem Gurtband, das zwischen zwei Korkpads gespannt ist. Das Ergebnis ist ein federnder Untergrund, der sich anders anfühlt als jedes Rollenboard.
Das Prinzip ist patentiert und hat einen ISPO Award in Gold bekommen. Gefertigt wird aus FSC-zertifiziertem Buchenholz in der EU.
Uns hat vor allem interessiert, ob das federnde System im Alltag mehr ist als eine gute Idee. Hier im Gibbon Giboard Active Test findest du die Antwort.
Gibbon Giboard Active
Balance Board mit integrierter SlacklineDaten
| Hersteller | Gibbon, Slackline-Marke aus Deutschland |
| Länge | 106 cm |
| Gewicht | 3,5 kg |
| Material | FSC-zertifiziertes Buchenholz |
| Herkunft | Hergestellt in der EU |
| Besonderheit | Integrierte Slackline, 5 cm breit |
| Spannsystem | Lock and Roll |
| Maximale Belastung | 120 kg |
| Stopper | X |
| Training mit Schuhen | ✓ |
| Training barfuß | ✓ |
| Zubehör | Zwei Korkpads und Zugang zur Gibbon Balance App |
Design

Das Active ist die Grundversion der Reihe, und sie hält sich zurück: helles Buchenholz, ein schwarzes Gurtband, ein aufgedrucktes Wellenmuster in der Mitte.
Zusammengerollt sieht das Ganze aus wie eine Yogamatte mit Brett. Das ist kein Zufall, das Giboard soll sich verstauen lassen, und das tut es besser als jedes andere Board dieser Größe.
Die Korkpads an den Enden sind gleichzeitig Fuß und Schutz für den Boden. Sie geben dem Aufbau optisch einen ruhigen Abschluss.
Mit 106 Zentimetern ist das Giboard deutlich länger als ein normales Balance Board. Es beansprucht damit mehr Platz, gibt dafür aber auch Raum für Schritte statt nur für Stand.
Material und Verarbeitung

Das Brett besteht aus FSC-zertifiziertem Buchenholz. Buche ist härter und schwerer als die sonst übliche Birke, und beides ist hier gewollt.
Mit 3,5 Kilogramm gehört das Giboard zu den schwereren Boards. Das Gewicht steckt in der Länge, im harten Holz und im Spannsystem.
Gefertigt wird in der EU, was in dieser Warengruppe selten geworden ist. Zusammen mit der FSC-Zertifizierung ist das ein Argument für alle, denen die Herkunft nicht egal ist.
Das Spannsystem heißt Lock and Roll und funktioniert ohne Werkzeug. Band einlegen, spannen, fertig. Auf- und Abbau dauern keine Minute.
Die Korkpads unter den Enden sind austauschbar und schützen den Boden. Auf Parkett hinterlässt das Giboard damit keine Spuren, auf Fliesen rutscht es nicht weg.
Gibbon Giboard Active
Balance Board mit integrierter SlacklineBauweise

Der Aufbau ist der eigentliche Punkt an diesem Gerät. Zwischen zwei Korkpads wird ein fünf Zentimeter breites Gurtband gespannt, darauf liegt das Brett.
Beim Auftreten passiert deshalb etwas anderes als auf einem Rollenboard. Das Brett kippt nicht nur, es federt zusätzlich nach unten und wieder zurück.
Gibbon nennt diesen Effekt gelenkschonend, und das leuchtet ein: Die Slackline nimmt einen Teil des Stoßes auf, den ein starres Board direkt an Knie und Sprunggelenk weitergibt.
Die maximale Belastung gibt der Hersteller mit 120 Kilogramm an, ein üblicher Wert für ein Board dieser Bauart.
Stopper braucht das System nicht. Das Brett kann nicht wie eine Rolle unter dir wegschießen, es hängt am Band. Für Wohnungen ist das ein spürbarer Sicherheitsgewinn gegenüber einem freien Rollenboard.
Gibbon Giboard Zubehör

Im Lieferumfang stecken das Brett, das Gurtband mit Spannsystem und zwei Korkpads. Mehr brauchst du nicht, das Giboard ist ein geschlossenes System.
Dazu kommt der Zugang zur Gibbon Balance App mit Übungen und Tutorials. Das ist kein Marketing-Beiwerk: Weil das Bewegungsmuster neu ist, hilft eine Anleitung mehr als bei einem gewöhnlichen Board.
Eine Matte darunter ist nicht nötig, die Korkpads erledigen das. Auf sehr glattem Untergrund kann eine dünne Unterlage trotzdem sinnvoll sein.
Wer draußen weitermachen will, findet mit einer richtigen Slackline die konsequente Fortsetzung. Das Giboard ist genau die Vorbereitung darauf.
FAQ
Was unterscheidet das Giboard von einem normalen Balance Board?
Ein normales Balance Board liegt auf einer Rolle und kippt. Das Giboard liegt auf einer gespannten Slackline und federt zusätzlich nach unten. Dadurch entsteht eine zweite Bewegungsachse, die es sonst nicht gibt, und der Untergrund reagiert weicher. Außerdem kann das Brett nicht wegrollen, weil es am Band hängt.
Ist das Gibbon Giboard Active für Anfänger geeignet?
Ja. Weil das Brett am Band hängt und nicht wegrollen kann, ist das Sturzrisiko geringer als auf einem freien Rollenboard. Gibbon nennt als Zielgruppe ausdrücklich alle Altersgruppen vom Kind bis zum Senior. Die Höhe über dem Boden ist gering, und die federnde Bewegung verzeiht Fehler eher als eine harte Rolle.
Wie schnell ist das Giboard auf- und abgebaut?
Das Lock-and-Roll-Spannsystem kommt ohne Werkzeug aus. Band einlegen, spannen, loslegen, das dauert weniger als eine Minute. Zum Verstauen rollst du das Ganze zusammen und stellst es in die Ecke. Für Wohnungen, in denen kein Gerät dauerhaft im Weg stehen darf, ist das ein echtes Argument.
Ersetzt das Giboard eine echte Slackline?
Nein, aber es bereitet gut darauf vor. Auf dem Giboard stehst du auf einem Brett über der Line, auf einer echten Slackline steht der Fuß direkt auf dem Band. Das federnde Verhalten ist trotzdem ähnlich, und wer auf dem Giboard sicher ist, tut sich draußen deutlich leichter.
Fazit
Das Gibbon Giboard Active ist das eigenständigste Gerät in diesem Vergleich. Die gespannte Slackline unter dem Brett ist kein Gimmick, sondern verändert das Training spürbar.
Federndes Verhalten statt hartem Kippen, kein wegrollendes Bauteil, Aufbau in unter einer Minute und Herstellung aus FSC-Buche in der EU: Das ist ein stimmiges Paket.
Günstig ist das Board nicht, und wer klassische Tricks auf einer Rolle üben will, ist woanders besser bedient. Für alle, die Slackline-Gefühl in der Wohnung suchen, gibt es momentan nichts Vergleichbares. Bei Decathlon ist es ebenfalls erhältlich.


